Mittwoch, 18 Oktober 2017
  • Die Sportart mitten in der Stadt
    Tradition seit 1883

1943 - 1962

1943

Im April führte der Verein eine Altstoffsammlung durch. Dies war zu jener Zeit üblich. Der Reingewinn wurde dem Langschiffond zugeführt

Mit einer Fahnenweihe wurde das 60-jährige Bestehen am 29. Mai im Volkshaus gefeiert. Taufpate der Fahne war der WFV Birsfelden. Zur Finanzierung der Fahne haben vor allem die Rhyclubfrauen beigetragen. Viele von ihnen haben während zwei Jahren einen monatlichen Beitrag von Fr. 1.-- einbezahlt. So kamen Fr. 408.50 zusammen. Die gesamten Kosten der Fahne beliefen sich auf Fr. 724.20. Lieferant war die Fahnenfabrik Fräfel in St. Gallen. Die neue Fahne löste helle Begeisterung aus.

Das internationale Wettfahren verlief zur Zufriedenheit aller und konnte mit grosser Teilnahme der befreundeten Vereine durchgeführt werden.

Am 15. August organisierte der VBWV den Tag der Basler Wasserfahrer. Unser Präsident brachte die Idee dazu, unser Fahrchef war in der technischen Leitung beteiligt. Es ging ein wenig militärisch zu und her, aber die Demonstration unseres Sportes vor vielen Leuten war ein grosser Erfolg.

Im September wurden bei Joh. Waldmeier in Mumpf drei neue Weidlinge bestellt. Ein Schiff mit zwei Rudern, zwei Kreuzen und einer Sasse kostete Fr. 385.--. Zur Finanzierung wurde ein ' e Sammlung durchgeführt und ein Sonderbeitrag bei Ehren-, Frei- und Aktivmitgliedern erhoben. Die Schiffe wurden nach altem Muster gestrichen, ein neues Verfahren sollte aber besseren Schutz bieten. Die Weidlinge erhielten die Namen Aare, Reuss und Limmat.

1944

Wegen den herrschenden Verdunkelungsvorschriften wurde die GV im Januar auf einen Sonntagnachmittag angesetzt.

Ein alter Weidling konnte für Fr. 20.-- an den Fährmann verkauft werden.

Als Anerkennung für 25-jährige aktive Tätigkeit wurde am 1. April Ernst Ruf mit dem goldenen Ring geehrt.

Bei der Taufe der Fähren am 25. Juni waren wir mit unsern Schiffen dabei.

An Auffahrt konnte wieder einmal eine Ausfahrt nach Augst stattfinden. Wegen dem Krieg musste diese mehrere Jahre ausfallen. Elf Aktive und neun Jungfahrer stachelten die Schiffe auf der schweizer Seite nach Augst und genossen dort ein lustiges Lagerleben.

Im Sommer wurden wir zum Wassernotdienst der Wasserfahrer aufgeboten. Die oberste Leitung dieses Dienstes hatte das Ter. Kommando der Stadt.

Der VSWV organisierte in Ryburg das erste Jungfahrerlager. Sechs unserer Jungfahrer nahmen daran teil.

Unerwartete Arbeiten waren am 7. Oktober zu erledigen. Das Kembser Stauwerk wurde bombardiert, dadurch sank der Rheinpegel um einige Meter. Der Strom floss wieder wild dahin. Unsere Schiffe lagen auf dem Trockenen und mussten weggeräumt werden.

Nur wenige Versammlungen fanden in diesem Jahr statt. Auch das Endfahrer, musste wegen der Teilmobilmachung ausfallen.

1945

Im März schenkte ein Ehrenmitglied dem Verein einen Satz Clich6s mit unserem Signet, der für Briefumschläge, Briefköpfe und die Titelseite unseres Organs verwendet werden konnte.

Im Mai schrieb der Präsident ein Vereinslied, welches von den Jungfahrern oft gesungen wurde. An Pfingsten führten die Jungfahrer, welche inzwischen unter vorbildlicher Leitung eine stattliche Riege bildeten, in Augst ein Pfingstlager durch.

Aber auch die Seniorenriege war sehr aktiv. Sie zählte damals 23 Mitglieder.

Mit acht Sektionen beteiligte sich unser Verein am 5. eidgenössischen Wettfahren, den ersten Basler Rheinsporttagen, vom 28.-30. Juli. Unsere Fahrer erreichten in diesem vom WFV Rhenania St. Johann organisierten Wettfahren den sechsten Rang.

Die Vereinskasse war ziemlich leer, so setzte man eine Kommission ein, welche Vorschläge zur Sanierung ausarbeiten sollte. Mit einer Wirtschaft im Depot sollten die Löcher in der Kasse ein wenig gestopft werden.

Am 28. Dezember traf das bestellte Langschiff ein. Es wurde bei strömendem Regen vom Badischen Bahnhof ins Depot gebracht. Das Schiff kostete Fr. 11280.--. Fr. 50.-- konnten für die wieder verwendeten Eisenwinkel vom letzten Langschiff abgezogen werden. Noch im Winter wurde das Schiff in den Vereinsfarben gestrichen.

1946

Am 13. Januar wurden die Beiträge der Aktiven von Fr. 6.-- auf Fr. 9.60 erhöht. Dazu kam auch noch ein Versicherungsbeitrag von Fr. 5.70.

An einem Sonntagmorgen im Februar trafen sich einige Mitglieder und beschlossen, mit einem Wagen an der ersten Nachkriegsfasnacht teilzunehmen. Der Wagen wurde in kürzester Zeit hergerichtet und die Schindgrabenclique fuhr am Cortäge mit. Diese Clique wurde ausschliesslich von Vereinsmitgliedern gegründet, war aber unabhängig vom RCB.

Das neue Langschiff erhielt am 7. Mai den Namen Zugvogel. Frau Schwald, die Gattin des Präsidenten amtete als Taufpatin. Als Patengeschenk überreichte sie nach einem Taufspruch eine Kupferplaquette mit dem heiligen Christophorus, dem Beschützer der Wasserfahrer.

Die Pfingstfahrt führte von Schaffhausen nach Basel. Die Jungfahrer verbrachten wiederum zweieinhalb Tage in Augst im Jungfahrerlager.

1947

Ein bereinigtes Juniorenreglement wurde am 8. Mai provisorisch genehmigt.

Die Pfingstfahrt führte von Solothurn nach Basel, die Jungfahrer unternahmen eine zweitägige Fahrt von Stein nach Basel.

Da der Präsident, der Kassier und der Passivbeisitzer plötzlich zurücktraten, musste eine ausserordentliche GV einberufen werden. Das Amt des Passivbeisitzers blieb aber bis zur nächsten GV vakant.

1948

Die anhaltende Teuerung verursachte eine erneute Erhöhung der Mitgliederbeiträge. Aktive bezahlten Fr. 12.--, Passive Fr. 8.--.

Das Jungfahrerreglement hatte sich bewährt und wurde definitiv genehmigt.

Die Pfingstfahrt führte von Bremgarten nach Basel.

Gemeinsam mit dem Handharmonikaclub Riehen organisierte der RCB eine Erlenchilbi. Der Reingewinn war zufriedenstellend.

Neun Sektionen unseres Vereins bestritten am 3./4. Juli das eidgenössische Wettfahren in Ryburg. Sie erzielten den 9. Vereinsrang.

Acht Aktive begaben sich vom 24. Juli bis zum 1. August auf eine Wanderfahrt von Interlaken nach Basel.

Zur Feier des 65-jährigen Jubiläums fand ein Wettfahren statt. Das Wetter war ungünstig, der Termin musste zweimal verschoben werden, das Wettfahren konnte erst am 4./5. September abgehalten werden.

Aktive und Jungfahrer verzichteten am Endfahren auf die ihnen zustehenden Gaben, die aus der Depotwirtschaft finanziert wurden, zu Gunsten neuer Weidlinge.

1949

Joh. Waldmeier aus Mumpf lieferte im Frühling drei neue Weidlinge zu Fr. 420.-- pro Schiff. Sie erhielten die Namen Wiese, Birs und Birsig. In dieser Saison standen sechs Weidlinge und ein Langschiff zur Verfügung. Sie wurden auch rege benützt, so nahmen zum Beispiel an der Ausfahrt nach Augst 35 Mann teil. Auf der Talfahrt fuhren sogar 80 Personen mit dem Langschiff und fünf Weidlingen nach Basel.

Die Pfingstfahrt führte von Steckborn nach Basel, die Jungfahrer befanden sich wiederum in Augst im Pfingstlager.

Das 1909 erbaute Depot musste umgebaut werden. Die Mitglieder ersetzten in 861 Arbeitsstunden das mit Ziegeln gedeckte Giebeldach durch ein Pultdach. Beim Umbau konnten sie das Holz der alten Tribüne des Landhofes verwenden. Trotzdem entstanden Kosten von Fr. 21026.77. Die IG der Basler Sportverbände hat diesen Umbau subventioniert. Am 22. Oktober konnte die schlichte Einweihung stattfinden, an der auch die Vertreter der Interessengemeinschaft teilnahmen.

1950

An der GV vom 15. Januar wurde Ehrenmitglied Fritz Starke für seine grossen Verdienste zum Ehrenpräsidenten des Clubs ernannt.

Das Ziel der Pfingstfahrt war Strassburg, bei dieser Gelegenheit erhielt der Nautische Club ein Geschenk.

Die Jungfahrer verbrachten die Pfingsttage in Augst.

Das Waldfest vom 4. Juni in den Langen Erlen brachte einen Reingewinn von Fr. 11500.--, der alle Erwartungen übertraf.

Am 24./25. Juni organisierte der Club das 26. Ka-We. 9 Vereine beteiligten sich daran. Unsere Fahrer wurden im vierten Rang klassiert.

Einige Gönner erstellten vor der Klause einen 8 Meter hohen Fahnenmast.

Der Verein musste sich nur die 1,5 m mal 1,5 m grosse Fahne anschaffen.

1951

Am 12. Juni erhielt das Langschiff einen Motor, Marke Johnson, mit 25 PS, für Fr. 21600.--.

Mit einem Protestschreiben kämpften die Mitglieder gegen das Kraftwerk Rheinau.

Die Pfingstfahrt führte von Brugg nach Basel, die Jungfahrer legten die Strecke Ryburg-Basel zurück.

Am 7. eidgenössischen Wettfahren vom 30. Juni/l. Juli erreichten unsere Fahrer den 4. Rang.

Der Rhein-Club führte am 8. Juli, gemeinsam mit dem Samariterverein St. Johann eine grosse Rettungsübung am unteren Rheinweg durch.

1952

konnte kein Mitglied für die Vervielfältigung des "Rhy-Clüblers" gefunden werden. Ein Vervielfältigungsbüro übernahm diese Arbeit.

Die GV im Januar beschloss eine Verdoppelung des Betrages des Sterbegeldes. Der Sterbekassenbeitrag wurde um 50 % erhöht.

Am 5. April wurde an einer Sitzung über einen geplanten Umbau der Kaserne orientiert. Beim Umbau müssten die beiden Bootshäuser verschwinden.

Der Bau des Kraftwerks Birsfelden behinderte die Ausfahrten stark. Vor allem die beliebte Fahrt zur Flosslände konnte nicht mehr stattfinden.

An Pfingsten fuhren die Jungfahrer mit zwei Weidlingen von Zurzach nach Basel.

Einige Mitglieder konnten vom 6.-19. Juli an der gut vorbereiteten Fernfahrt von Basel nach Rotterdam/Amsterdam teilnehmen. Sie erreichten Rotterdam in 10 Etappen, drei Tage dauerte der Aufenthalt in Holland und einen Tag benötigten sie für die Rückreise. Bei der Rückkehr empfingen einige Mitglieder und der Jodlerclub Alpina die Fernfahrer mit einem Jodellied.

Dieses Jahrzehnt begann mit einer gut gelungenen Jubiläumsfeier, an der die vierte Vereinsfahne eingeweiht werden konnte. Die sportliche Tätigkeit litt während der Kriegsjahre unter der langen Abwesenheit von vielen Aktiven. Nach 1945 bestritten unsere Mitglieder wieder viele Wettfahren, Langschiff- und Weidlingsrennen. Fast an jedem Wochenende fuhren einige nach Augst, zum Teil dauerten die Fahrten sogar das ganze Wochenende. Einen festen Platz im Sportprogramm erhielten auch die Rheinsporttage, die 1945 erstmals zur Durchführung gelangten.

Weitere regelmässig stattfindende Anlässe waren: der Familienbummel im Frühling, die Familienfahrten nach Stein, die nach 1947 immer sehr beliebt waren, und die Weihnachtsfeiern.

Ab 1947 trainierten die Aktiven im Winter in einer Turnhalle.

Das Eintreffen des neuen Langschiffes im Jahr 1945 war ein freudiges Ereignis. Die Anschaffung eines Motors darf nicht der Bequemlichkeit der Mitglieder zugeschrieben werden. Durch die vielen neu erstellten Kraftwerke mussten bei Fernfahrten immer mehr Stauseen durchquert werden, was sehr viel Zeit beanspruchte.

Die Versammlungen fanden nach wie vor im Klybeckkasino statt, die Mitglieder verkehrten aber vor allem im Restaurant Feldberg.

1943 zählte der Verein 85 Mitglieder, 1948 waren es 100 und 1952 stieg die Zahl der Mitglieder sogar auf 124, nämlich 5 Vereine, 1 Ehrenpräsident, 18 Ehren-, 12 Frei-, 34 Aktiv- und 54 Passivmitglieder. Die Jungfahrer zählte man damals noch nicht als Mitglieder.

1953

Das Baudepartement orientierte den Verein an einer Sitzung über den bevorstehenden Umbau der Kaserne. In den Plänen waren Räumlichkeiten, welche der Grösse der bisherigen Bootshäuser entsprachen, eingeplant. Die Umbauarbeiten sollten im Frühling beginnen, wurde aber verschoben. Bis heute blieb die Kaserne jedoch unverändert.

Am zweiten Mustermessesonntag besuchten uns Mitglieder vom Rotkreuzverein aus Maximilansau. Diese hatten sich auf der letztjährigen Fernfahrt um unsere Fernfahrer gekümmert. Unser Verein sorgte für Unterkunft und organisierte ein gemeinsames Nachtessen im Restaurant zum Greiffen. Es wurde ein lustiger Abend.

Als Pfingstfahrt wurde die Strecke Luzern-Basel im Weidling zurückgelegt.

Am 5. Juli empfingen unsere Mitglieder den Wassersportclub Bern. Die Berner befanden sich auf einer Fernfahrt nach Le Havre, Basel war ein Etappenort. Das Hochwasser brachte einige Probleme mit sich, die aber überwunden werden konnten.

Das 70-jährige Jubiläum beging der RCB mit einem interkantonalen Wettfahren am 15./16. August. Es nahmen Fahrer aus elf Wasserfahrvereinen teil. Die neun Sektionen des RCB konnten sich im 7. Rang klassieren. Der Reingewinn an diesem Fest betrug Fr. 818.65.

Das Langschiff musste in diesem Jahr repariert und überholt werden. Die Kosten betrugen Fr. 940.--.

1954

Nach wie vor war der Kasernenumbau ungewisse Man wählte an der GV vom 16. Januar eine Baukommission um gewappnet zu sein, falls doch plötzlich damit begonnen würde.

An Pfingsten fuhren die Jungfahrer von Brugg nach Basel.

Sechs Sektionen besuchten am 12./13. Juni das 8. eidgenössische Wettfahren, das der NC Bern durchführte. Sie erreichten den 12. Rang.

Im Laufe der Saison trafen drei neue Weidlinge ein. Joh. Waldmeier aus Mumpf lieferte die Schiffe, die wiederum die Namen Aare, Reuss und Limmat erhielten, zu Fr. 570.-- pro Stück.

1955

Immer noch stand der bevorstehende Kasernenumbau zur Diskussion, die Baukommission wurde deshalb an der GV weiterhin bestätigt.

Die Pfingstfahrt führte nach Mannheim.

Bei der Einweihung der St. Albanbrücke am 17./18. Juni beteiligte sich der Verein mit einem Wirtschaftsbetrieb. Davon profitierte in erster Linie die Vereinskasse.

Zum Vergnügen spielten unsere Wasserfahrer gegen den FC Rasenspiele Fussball und verloren diesen Match. Im Herbst traten die Fussballer zu einem Langschiffwettkampf gegen uns an. Nun konnten wir uns für die Fussballniederlage revanchieren.

1956

An der GV im Januar konnte kein neuer Vorstand gefunden werden. Aus diesem Grunde musste eine zweite, ausserordentliche GV einberufen werden. Der Alte Vorstand erklärte sich schliesslich bereit, die Vereinsgeschäfte weiterhin zu leiten. Die Mitgliederbeiträge mussten für Aktive auf Fr. 14.--, für Passive auf Fr. 10.-- erhöht werden.

Einige Mitglieder renovierten im Frühling das Langschiff. Dies sparte dem Verein etwa Fr. 400.--.

An Pfingsten nahmen unsere Fahrer mit dem Langschiff an der Fahrt von Luzern nach Basel teil, die der VSWV für die ihm angeschlossenen Vereine durchführte.

An der Verbandsfahrübung am 15. Juni empfingen die Fahrer den Limmatclub, der sich auf der Hirsebreifahrt nach Strassburg befand, beim Kraftwerk Birsfelden.

1957

Da der Kasernenumbau immer noch aktuell war, wurde eine neue Baukommission gewählt. Auch konnte ein initiativer Vorstand für das neue, Vereinsjahr gefunden werden. Dieser erhielt erstmals Fr. 50.-für ein Vorstandsessen zugesprochen.

An Pfingsten war die Fahrt Bern-Basel auf dem Programm. Die Fernfahrer bestiegen in Basel das Langschiff, das auf einem Langholzwagen nach Bern transportiert wurde. Sie erreichten somit den Ausgangspunkt der Reise auf der Strasse. Auf der Aare fuhren unsere Mitglieder während den ersten eineinhalb Tagen gemeinsam mit dem WSpCl. Bern nach Wangen.

Der Fischerclub organisierte am 29./30. Juni das 9. eidg. Wettfahren. Unser Verein war mit fünf Sektionen dabei und erreichte den 5. Rang. An den nautischen Spielen führten einige Mitglieder mit grossem Erfolg eine lustige Nummer vor.

Am 24. August feierte die Stadt Basel ihr 2000 jähriges Bestehen. Der Rhein-Club führte an diesem Anlass eine Burgwirtschaft. Alle Helferinnen und Helfer erhielten eine Einladung zu einem Bummel ins Blaue und einem Nachtessen.

Ein am 1. Oktober gewähltes OK sollte das 75-jährige Jubiläum vorbereiten

An der Jubiläumsfeier des WFV Horburg am 23. November durften wir bei der Fahnenweihe Patenverein sein.

1958

Die Durchführung der Delegiertenversammlung des VSWV am 9. Februar übernahm der RCB.

Am 10. Mai feierten die Mitglieder das 75-jährige Jubiläum in der Klause. Dabei gruben sie die 30 Flaschen Wein im Keller der Klause wieder aus, die sieben Jahre zuvor dort vergraben worden sind. Das eigentliche Jubiläumsfest war mit einem Wettfahren am 14./15. Juni verbunden. Es beteiligten sich 12 Vereine an diesem Anlass, vier machten auch beim Langschiffrennen mit. Schönes Wetter half mit, ein gut gelungenes Fest abzuhalten. Der Verein durfte viele Jubiläumsgeschenke entgegennehmen. Der WFV Horburg ernannte uns zu seinem Ehrenmitglied.

Die Jungfahrer fuhren über Pfingsten von Eglisau nach Basel.

20 Teilnehmer erlebten vom 5.-13. Juli eine unvergessliche Fahrt nach Köln. Während der Reise warfen sie eine Botschaft per Flaschenpost in den Rhein. Die Antwort darauf traf im Dezember 1959 ein.

1959

1959 konnten die Mitgliederbeiträge gesenkt werden. Eine Kommission erhielt den Auftrag, Statuten und Reglemente zu revidieren.

Bis zu diesem Jahr vermietete der RCB Plätze zum Einstellen von Faltbooten im Bootshaus. Aus Platzgründen wurde nun den letzten Mietern noch gekündigt, somit war genügend Raum vorhanden, um das Fahrgeschirr einzustellen.

Der Verein kaufte sich fünf Schlagruder für Weidlinge zu Fr. 36.—pro Stück. Fahren mit Schlagrudern im Weidling wurde immer beliebter.

Gemeinsam mit dem WFV Horburg fuhren Mitglieder des RCB am 15./16. August nach Strassburg zu einem Wettkampf im Schifferstechen.

Das Bootshaus erhielt im Laufe des Sommers einen neuen Anstrich.

Einziges Traktandum der ausserordentlichen Generalversammlung am 8. November, waren die neuen Statuten und Reglemente. Sie wurden mit wenig Abänderungen angenommen. Neu zählten nun auch die Jungfahrer zu den Vereinsmitgliedern.

1960

Für Jungfahrer, die nun auch Mitglieder waren, wurde der Beitrag inklusive Versicherung auf Fr. 7.20 angesetzt.

Eine Spezialkommission arbeitete Regeln zur Durchführung einer internen Vereinsmeisterschaft aus, die am 29. April angenommen wurden. Der Vereinsmeister sollte an vier Meisterschaftsfahren ermittelt werden.

Am 10. eidgenössischen Wettfahren in Rheinfelden, das am 25./26. Juni stattfand, waren elf Sektionen unseres Vereins am Start und belegten den 11. Vereinsrang. Nach diesem Wettfahren kehrten alle Baslervereine gemeinsam zurück und marschierten in einem Festumzug durch die Stadt.

Ende August konnten für die Fahrer günstig 40 Garderobenkasten angeschafft und im Depot aufgestellt werden.

1961

Die Einweihung des neuen Depot des WFV Muttenz in Schweizerhalle war Anlass zu einer Ausfahrt am 18. Juni.

Zwei Mitglieder schenkten unseren Aktiven einen Tischtennis-Tisch, damit nach den Fahrübungen noch etwas für die Kondition getan werden konnte.

Am 5. August fand wieder einmal eine Ehrenmitgliederzusammenkunft statt.

1962

An der GV am 20. Januar beschloss man, sich für die Durchführung des 11. eidgenössischen Wettfahrens zu bewerben. Dieses sollte anlässlich des 80-jährigen Jubiläums im Jahre 1963 stattfinden. Es wurde uns am 18. Februar an der Delegiertenversammlung des VSWV zugesprochen.

Vor Beginn der Saison liess man in der Klause fliessendes Wasser und einen Boiler installieren. Im Herbst erhielt das Dach des Bootshauses einen neuen Anstrich.

Joh. Waldmeier aus Mumpf lieferte am 10. November die im Frühling bestellten drei neuen Weidlinge. Ein Schiff kostete bereits Fr. 945.--. Im Winter strichen Mitglieder die drei Schiffe, die die Namen Wiese, Birs und Birsig erhielten.

Das 8. Jahrzehnt begann mit einem Paukenschlag. Die Mitteilung über den bevorstehenden Kasernenumbau, der den Abbruch der Bootshäuser zur Folge hätte, löste bei den Mitgliedern nicht eitel Freude aus. Wir waren lange Zeit im ungewissen, was nun eigentlich mit dem Umbau geschehe und warteten ab. Heute sehen wir wieder zuversichtlicher der Zukunft entgegen.

Die Saison wurde meist mit einem Eierlesen eröffnet. Die Fahrer waren sehr aktiv und besuchten viele Wettfahren bei Verbands- und Satusvereinen. Sie erreichten dabei keine Spitzenränge, doch zählte vor allem die Teilnahme. Das jährliche Endfahren und der Endfahrenbummel bildeten die Höhepunkte der Saison. Die Rheinsporttage fanden alle zwei Jahre statt. Neben den traditionellen Familienfahrten nach Mumpf oder Stein wurden neu Schlagrudermeisterschaften in Weidlingen und im Langschiff abgehalten und gerne besucht. Die Weihnachtsfeiern gehörten zu den schönsten Familienfesten.

Viel Arbeit für unsere Mitglieder brachte die Übernahme von Festwirtschaftsbetrieben an den verschiedensten Anlässen, so etwa an den Rheinsporttagen, am Unifest, am Trachtenfest etc. Dadurch konnte immer die Vereinskasse saniert werden.

Die Mitgliederzahl stieg in diesen zehn Jahren nur unwesentlich. Neu in der Mitgliederliste tauchten seit 1959 auch die Jungfahrer auf. 1962 zählte der Verein 137 Mitglieder; 5 Vereine, 1 Ehrenpräsident '. 18 Ehrenmitglieder, 6 Veteranen, 18 Frei-, 18 Aktiv-, 4 Senioren-, 2 Jungfahrer und 72 Passivmitglieder. Teilweise finden wir die Mitglieder doppelt aufgeführt, deshalb lassen sich die Zahlen nicht einfach zusammenzählen.

Nach wie vor befand sich das Vereinslokal im Klybeckkasino, die Mitglieder trafen sich aber auch im Restaurant zum Feldberg.