Mittwoch, 13 Dezember 2017
  • Die Sportart mitten in der Stadt
    Tradition seit 1883

1963 - 1982

1963

Mit einer Statutenrevision wurde an der GV im Januar die Altersgrenze der Senioren und Jungfahrer an diejenige des VSWV angepasst.

Wiederum durfte der Verein die Delegiertenversammlung des VSWV organisieren, diesmal am 24. Februar im Restaurant zum alten Warteck.

Am 7. Juni beschlossen die Mitglieder, ein neues Langschiff zu bestellen.

Grosse Tage hatte der Verein am 22./23. Juni. Zur Feier des 80-jährigen Jubiläums wurde das 11. eidgenössische Wettfahren organisiert. Es nahmen 16 Verbandsvereine mit 155 Sektionen, 214 Einzelfahrern, 55 Junioren- und Jungfahrersektionen teil. Am Samstag musste der Wettkampf wegen einem heftigen Gewitter mit Hagelschlag unterbrochen werden und dauerte so bis in den späten Abend. Dies stellte erhöhte Anforderungen an Fahrer und Kampfrichter. Trotz des misslichen Wetters schloss das Fest mit einem Gewinn.

Nach dem Wettfahren erhielt der WSpCl Bremgarten zwei, und ein Fischer in Weil einen alten Weidling geschenkt.

Am 29. Juni befand sich der Limmatclub auf grosser Fahrt nach Amsterdam. Unsere Fahrer begleiteten die Zürcher von Augst bis zu unserm Ankerplatz. Die 31 Teilnehmer an dieser Fahrt übernachteten in Basel und wurden am nächsten Morgen mit den besten Wünschen verabschiedet.

Ende Saison hatte das alte Langschiff "Zugvogel" ausgedient. Auf 12 grossen Fahrten fuhr es über 3200 km weit und hat uns auf vielen Fahrten in die nähere Umgebung treu gedient. Etwas wehmütig sahen wir seiner Verholzung zu.

1964

Das neue Langschiff traf am 1. Februar ein und kostete Fr. 3'250.-Ein Ehrenmitglied übernahm bereits im Vorjahr die Aufgabe, das Geld für das neue Langschiff zu sammeln. Dem Verein sollten keine Kosten entstehen. Auch die Farbe für den Anstrich stiftete ein Gönner. So konnte das Schiff in seiner ganzen Pracht dem Verein geschenkt werden. Unter Mitwirkung der Kleinbaslermusik und den Schnuufer und Schnooge der Alte Richtig wurde das Schiff am letzten Wochenende im Mai auf den Namen "Klingental" getauft. In einem herrlichen Prolog schilderte Frau Cler Zimmermann die Entstehung des Schiffes. Der Taufspruch endete mit einem Bekenntnis zum Wassersport. Als Patengeschenk übergab die Gotte eine Standarte. Die Presse berichtete, dass an jenem Tag die "Rhyclübler mit der Sonne um die Wette strahlten".

16 Teilnehmer starteten am 29. Juni zur grossen Fahrt von Ulm nach Wien. Das neue Langschiff traf zu spät in Ulm ein, so konnten die Fernfahrer erst mit einer Verspätung von sechs Stunden in Ulm losfahren. Nach einer Stunde Fahrt fiel der Motor aus. Erfolgslos versuchten die Teilnehmer zu einem neuen Motor zu kommen. Erst in Ingoldstadt erhielten sie Hilfe von der deutschen Bundeswehr, drei Pioniere führten sie mit drei Motoren nach Passau. Von dort aus ging es mit Hilfe der österreichischen Flusspolizei planmässig weiter nach Wien. Sie verbrachten noch zweieinhalb Tage in Wien und eineinhalb Tage in Salzburg, bevor sie am 11. Juli nach Hause reisten.

1965

Die Pfingstfahrt führte von Schaffhausen nach Basel.

Am 3. September wurde beschlossen, zum Besuch der Wettfahren ein neues Tenue anzuschaffen. Man entschied sich für eine Überhose zum Fahren und eine Windblouse mit Wäppchen. Um das neue Tenue zu finanzieren, wurden in der Klause Bier und Wein fünf Rappen teurer verkauft.

Unser Verein organisierte turnusgemäss die Schlagrudermeisterschaft im September.

1966

Nach langer Ruhe um den Kasernenumbau wurde dieses Thema plötzlich wieder aktuell. Erneut setzte man eine Kommission ein, die sich dieser Sache annahm. Der Vorsteher des Baudepartements versicherte in einem Brief, dass unsere Bootshäuser noch mindestens drei Jahre am selben Standort bleiben können. Die Stadt werde sich um eine neue Unterkunft bemühen.

Am 19. Juni fand eine Ausfahrt mit den Ehrenmitgliedern statt.

Acht Sektionen besuchten am letzten Juniwochenende das 12. eidgenössische Wettfahren in Bremgarten. Unsere Fahrer belegten den 8. Rang. Um zu trainieren, brachte man einen Weidling vor dem Wettkampf nach Bremgarten. Am 2./3. Juli holten Jungfahrer diesen Weidling ab und benutzten ihn zu einer Wanderfahrt nach Basel.

Der Verkehrsverein organisierte in diesem Jahr am 1. August erstmals eine Feier mit einem Brillantfeuerwerk. Auch unser Verein beteiligte sich am Rahmenprogramm und an der Festwirtschaft.

Am 10. November wurde die Ehefrauen und Bräute der Aktiven zu einem Kaffeeplausch in die Klause eingeladen.

Am 7. Oktober stellte ein Ehrenmitglied den Antrag, zehn Wirtschaftsgarnituren anzuschaffen. Im Laufe des Winters fertigten zwei Mitglieder 10 Tische und 20 Bänke an, die noch mit einem Schutzanstrich versehen wurden. Die Kosten für die zehn Garnituren betrugen schlussendlich Fr. 1'307.80.

1967

Am 21. Januar trat der Rhein-Club dem Verkehrsverein bei. An derselben Sitzung erhielt auch eine Kommission den Auftrag, das Reglement der Sterbekasse zu revidieren.

An einer Sitzung mit der Rheinpolizei, zu der auch der WFV Horburg und der Wasserskiclub eingeladen waren, besprachen die Teilnehmer die Aufteilung von Ankerplatz und Fahrübungsgelände. Der WFV Horburg werde definitiv in die neue Rampe der Johanniterbrücke einziehen. Damit keine Schwierigkeiten für die Fahrübungen entstehen, wurde uns der Platz bei der Fähre zugewiesen. Die Rheinpolizei versicherte zudem, keine weiteren Bewilligungen zur Verankerung von Motorbooten oberhalb der Johanniterbrücke auszugeben.

Die Polizei verlangte, dass Fahrer, die ein Schiff mit Motor lenken, eine Prüfung ablegen müssen. Von unserem Verein wurden daraufhin sieben Mitglieder zur Prüfung angemeldet.

In dieser Saison konnten wir in der Kaserne einen grossen Raum für unser Material beziehen.

An der Pfingstfahrt vom 13.-15. Mai von Luzern nach Basel beteiligten sich 23 Mitglieder.

Ein Mitglied fertigte für den Verein zwei Grillstände an. Zu Ehren aller Mitglieder, die die Anschaffung der Tische, Bänke und des Grills ermöglichten, fand am 19. August in den Bootshäusern ein Garniturenfest statt.

Am 6. Oktober wurden die Mitglieder des Organisationskomitees für das uns übertragene zweite Verbandswettfahren bestimmt. Die erste OK-Sitzung fand dann bereits am 13. November statt.

1968

Zu Beginn des Jahres musste der Einstellraum in der Kaserne in kürzester Zeit geräumt werden, weil er anderweitig vermietet wurde.

Dies verursachte einiges Kopfzerbrechen. Nur durch verschiedene Änderungen im Bootshaus, es wurde eine Bühne eingebaut, war es möglich, unser Material einigermassen anständig zu versorgen.

An der GV vom 19. Januar wurden den Änderungen der Sterbekassenstatuten zugestimmt, ebenfalls bewilligten die Mitglieder die Anschaffung eines neuen Langschiffmotors.

Das Erbschaftsamt teilte uns im März mit, dass das verstorbene Ehrenmitglied Heinrich Itt durch letztwillige Verfügung der Sterbekasse Fr. l'000.-- vermacht hat.

Die Probefahrten mit dem neuen Langschiffmotor waren befriedigend. Er kostete Fr. 3'910.--, mehr als die Hälfte dieses Betrages brachte eine Sammlung ein.

Die Langschiffgotte Cler Zimmermann schrieb ein neues Clublied für die Jungfahrer, das nach der Melodie "z'Basel an mim Rhy" gesungen wurde.

38 Personen zwischen 5 und 75 Jahren unternahmen am Auffahrtstag eine sehr schöne Wanderung entlang der Lötschberg Südrampe.

Das zweite Verbandswettfahren fand am 22./23. Juni bei uns statt. Das Wetter zeigte sich nicht von der besten Seite, der Sonntagnachmittag ertrank buchstäblich im Wasser. Trotzdem war ein grosser sportlicher Erfolg zu verzeichnen, es waren 136 Aktive- und 27 Jungfahrersektionen am Start. Mit dem finanziellen Ergebnis war man den Umständen entsprechend zufrieden.

Am 7. Juli wurden die Eltern der Jungfahrer zu einer Ausfahrt nach Kembs eingeladen.

Wegen einem unerwarteten Hochwasser wurden die Mitglieder am Sonntag, den 22. September morgens früh alarmiert. Der Schiffspark musste gesichert werden, da der Pegel des Rheins in kurzer Zeit mehr als zwei Meter gestiegen war.

1969

1969 zog man die Lehren aus dem plötzlichen Hochwasser vom letzten Herbst. Der VBWV schuf gemeinsam mit der Polizei und weiteren interessierten Kreisen eine Hochwasseralarm-Organisation. Mit Hilfe dieser Organisation soll eine rechtzeitige Alarmierung der Vereine, die für die Sicherung ihrer Schiffe besorgt sein müssen, möglich sein.

Für die neue Saison konnte der VSWV bessere Versicherungsbedingungen für die Sporttreibenden abschliessen. Dies bedingte allerdings eine Erhöhung des Versicherungsbeitrages. Aus diesem Grund mussten die Jungfahrer neu einen Jahresbeitrag von Fr. 9.60 bezahlen.

Ein Ehrenmitglied erwarb ein Stück des Geländers der alten Johanniterbrücke und hängte es ins Bootshaus. Es passt sehr gut hinein und bringt noch einen Hauch von Nostalgie mit.

Die Pfingstfahrt führte vom 24.-26. Mai von Steckborn nach Basel.

Das 13. eidgenössische Wettfahren fand anlässlich seines 100-jährigen Jubiläums beim Limmatclub statt. Unser Verein beteiligte sich mit 9 Sektionen am Start und belegte den 11. Rang.

Der VSWV wurde bei der Aktion "Rettet das Reusstal" finanziell unterstützt. Mit dieser Aktion versuchen Bund und Umweltschutzorganisationen grosse Landstriche in der Reussebene zu erhalten.

Drei neue Weidlinge konnten am 1. November bei Johann Waldmeier in Mumpf abgeholt werden. Ein Weidling kostete Fr. l'420.--. Ein hochherziger Gönner schenkte uns ein Schiff, so dass der Verein nur zwei bezahlen musste. Vor dem Anstrich wurden die Weidlinge mit einem Imprägnierungsmittel behandelt. Auch die Materialkosten, Fr. 200.-- pro Schiff, wurden von einem Ehrenmitglied übernommen.

1970

Die Generalversammlung am 24. Januar beschloss, Vereinsversammlungen nur noch vierteljährlich abzuhalten, ausserordentliche Sitzungen können aber weiterhin jederzeit einberufen werden. Ein Kredit von Fr. 6'300.-- zur Neubedachung des Boothauses und ein weiterer von Fr. 500.-- zur Anschaffung von vier Bojen wurde bewilligt.

Beim Kauf eines Vereinshemdes übernahm die Vereinskasse 50 Ö der Kosten.

Die Finanzierung war wegen der Beibehaltung des Alkoholfünfers möglich.

Am 23. Mai wurden die im letzten Jahr gekauften Weidlinge an einer schlichten Feier auf die Namen Aare, Reuss und Limmat getauft. Taufpatin war die charmante Lilian Graf.

Am 6./7. Juni organisierte der Rhein-Club das 39. kantonale Wettfahren. Es beteiligten sich 13 Vereine mit 128 Aktiv-, 32 Junioren- und 11 Jungfahrersektionen. Das Wetter war zufriedenstellend und das Fest gut gelungen.

Am 4./5. Juli reiste eine Vereinsdelegation nach Zürich und überbrachte dem Limmatclub die besten Wünsche zur Feier des 100-jährigen Bestehens.

Viele Erneuerungsarbeiten am Bootshaus wurden im August erledigt, so erhielt das Bootshaus auch ein neues Blechdach.

Am 11. Dezember bewilligten die Mitglieder den Ankauf von Holz für zehn weitere Garnituren. Im Laufe des Winters wurden die Tische und Bänke von Mitgliedern hergestellt.

1971

Am 23. Januar wurde eine neue Regelung der Steuermannprüfung eingeführt. Neu sollten nur noch die Leistungen an Fahrübungen und Wettfahren ausschlaggebend sein, um das Steuermannbrevet zu erlangen. An der gleichen Sitzung erhöhte man auch die Beiträge und die Leistungen der Sterbekasse. Eine Spende von Fr. 2'000.-- für die Sterbekasse wurde mit grossem Dank entgegengenommen.

An einem Ehrenmitgliedertreffen am 17. April beschlossen die Teilnehmer, am 16. Mai einen Ausflug zu unternehmen. Sie fuhren an diesem herrlichen Sonntag mit einem Car abseits der Autobahn nach Menzberg.

Als Pfingstfahrt wurde vom 29.-31. Juni die 222 km lange Strecke von Murten nach Basel zurückgelegt.

Zur Feier des 50-jährigen Bestehens des VSWV organisierte der WFV Muttenz das 4. Verbandswettfahren am 12./13. Juni. An diesem Fest weihte man die erste Verbandsfahne ein. An diesem Wettfahren wurden erstmals Kunststoffweidlinge 'verwendet. Unsere neun Sektionen klassierten sich im 7. Rang.

1972

An der GV vom 21. Januar wurden die Beiträge neu festgesetzt. Der Versicherungsbeitrag war nun im Jahresbeitrag eingeschlossen.

Aktive mussten Fr. 25.--. Passivmitglieder Fr. 15.-- und Jungfahrer Fr. 12.- bezahlen.

In dieser Saison standen unsern Fahrern erstmals Douchen in der Kaserne zur Verfügung.

Beim 14. eidgenössischen Wettfahren beim WFV Birsfelden klassierten sich unsere acht Sektionen im 7. Rang.

In diesem Jahr starb unser Ehrenpräsident Fritz Starke an den Folgen eines Unfalls. In seinen 63 Mitgliedsjahren leistete der Verstorbene viel für den Verein und hinterliess eine grosse Lücke.

Turnusgemäss war der Rhein-Club an der Reihe, die Schlagrudermeisterschaften 1973 zu organisieren. Zur Feier unseres 90-jährigen Jubiläums erhielten wir die Erlaubnis, diesen Anlass gesamtschweizerisch auszuschreiben. Am 1. Dezember wurde das OK bestimmt, das die Organisation dieses Anlasses übernehmen sollte. An der gleichen Sitzung beschloss man ebenfalls, die Becherkasten im Restaurant Feldberg zu räumen und die Wettkampftrophäen im Depot aufzustellen.

Die vergangenen 10 Jahre brachten noch immer keine Lösung in Sachen Kasernenumbau. Die Ungewissheit über das Weiterbestehen unserer Bootshäuser blieb erhalten.

Ein Meilenstein in der Vereinsgeschichte war das 11-. eidgenössische Wettfahren im Jahre 1963, das zur Feier des 80-jährigen Jubiläums abgehalten wurde. Die Wettkampftätigkeit unserer Fahrer war in diesem Jahrzehnt besonders gross. Neben den eidgenössischen und kantonalen Wettfahren wurden sehr viele Wettfahren bei Verbandsvereinen und Satusvereinen besucht. Jährlich fand eine Vereinsmeisterschaft und ein Endfahren statt. Bis 1970 trainierten die Aktiven im Winter regelmässig in der Halle.

Die Zusammenarbeit mit dem Verkehrsverein bei den 1. August-Feiern konnte dank dem uneigennützigen Einsatz einiger Mitglieder immer verbessert werden. Auch bei den Rheinsporttagen, die allerdings nicht so oft abgehalten wurden, war der Verein immer dabei.

Familienfahrten und Ausflüge standen regelmässig auf dem Programm. Die beliebten Weihnachtsfeiern mussten leider nach 1971 aufgegeben werden. Wegen dem Umbau des Volkshauses stand uns kein Saal mehr zur Verfügung. Ein anderer Saal konnte nicht gefunden werden, so wurde 1972 wieder eine Waldweihnacht durchgeführt.

Um die Finanzen im Gleichgewicht zu halten, wurde hin und wieder ein Gartenfest abgehalten, oder der Verein beteiligte sich mit Wirtschaftsbetrieben an grossen Festen wie etwa den Rheinsporttagen, Einweihung der Johanniterbrücke, 100 Jahre Bell und dem Pharmakongress.

Die Zahl der Mitglieder stieg auch in diesem Jahrzehnt. Waren es im Jahr 1962 noch 152 Mitglieder, so stieg diese Zahl bis 1968 auf 173 Mitglieder an und erreichte 1972 den Stand von 182. Davon waren 5 Vereine, 29 Ehren29 Frei-, 9 Veteranen-, 12 Senioren-, 22 Aktiv-, 13 Jung- und 85 Passivmitglieder. Auch hier sind wiederum einige Mitglieder sowohl bei den Ehren- oder Freimitgliedern wie auch bei den Senioren oder Veteranen aufgeführt.

Weiterhin blieb das Restaurant Klybeckkasino Vereinslokal. Das Restaurant Feldberg wurde von den Mitgliedern aber nicht mehr regelmässig besucht.

1973

An der GV vom 19. Januar wurde ein neuer Ehrenpräsident ernannt.

Jakob Lungwitz wurde für seine grossen Verdienst um den Verein geehrt.

An derselben Versammlung beschloss man, jährlich einen bestimmten Betrag in einen Fond für das 100-jährige Jubiläum zu legen.

Die Fahrübungen verlegte man auf den Dienstag und Donnerstag. Der Grund dafür lag darin, dass viele Mitglieder ein langes Wochenende zum Verreisen liebten, der Freitag eignete sich deshalb nicht mehr für Fahrübungen.

Im August kaufte der Verein Schlagruder für Weidlinge. Pro Ruder mussten Fr. 110.-- bezahlt werden.

Zum Ka-We vom 18./19. August wurden die Vereine vom WFV Horburg eingeladen, eine nautische Nummer im Rahmenprogramm zu produzieren. Unsere Fahrer wandelten das Langschiff in ein Wickingerschiff um und sind als Wickinger am Festplatz eingetroffen. Dieser Auftritt war ein grosser Erfolg.

An der Schlagrudermeisterschaft vom 1. September zur Feier unseres 90-jährigen Bestehens nahmen 54 Mannschaften teil. Jede Mannschaft musste auf zwei verschiedenen Pisten je einmal fahren. Gewertet wurde die Gesamtzeit aus beiden Läufen. Das Fest konnte bei schönem Wetter abgehalten werden und war vom OK gut vorbereitet.

1974

Der VSWV konnte wiederum bessere Versicherungsbedingungen aushandeln. Diese brachten für die Versicherten bessere Leistungen, aber für die Jungfahrer auch eine Erhöhung des Beitrags.

Zu Beginn der Saison musste an einem Weidling, der erst die vierte Saison im Wasser war, eine ganze Seitenwand erneuert werden. Der Materialverwalter führte die Reparatur für geringe Kosten unter der Mithilfe fachkundiger Mitglieder selbst aus. Ein Ehrenmitglied spendete das benötigte Holz.

Die Pfingstfahrt führte von Schmerikon nach Basel. Für diese Fahrt wurde das Langschiff mit Stehrudern ausgerüstet. Dies hat sich auf der Limmat bei allen Durchfahrten von Wehren gut bewährt.

Nach dem Endfahren, noch am selben Tag, wurden die Schiffe aus dem Wasser genommen und im Depot versorgt.

Die Interessengemeinschaft Kasernenareal veranstaltete am 29./30. November einen Adventsmarkt. Der Verein stellte die Klause für eine Kaffeestube zur Verfügung.

Am 29. November erhielt der Rhein-Club vom Tiefbauamt die Mitteilung, dass die Allmendgebühren für die Bootshäuser massiv erhöht würden. Da dieser Aufschlag ein Mehrfaches der bisherigen Gebühren ausmachte, wurde dagegen rekurriert. Der Rekurs wurde gutgeheissen und man änderte die Berechnungsgrundlagen. Der neue Aufschlag überstieg nun den Rahmen unserer Möglichkeiten nicht mehr.

1975

An der GV vom 17. Januar wurden die Beiträge neue festgesetzt. Aktive und Senioren Fr. 30.--, Jungfahrer und Junioren Fr. 15.-- und Passive Fr. 20.--.

Im Alter von 75 1/2 Jahren starb am 13. Februar unser Ehrenpräsident Jakob Lungwitz. Seine Mitgliedschaft im Rhein-Club dauerte etwas mehr als 56 Jahre und seine Verdienste im Verein waren sehr gross.

Der Beschluss, Kunststoffweidlinge anzuschaffen, leitete einen neuen Abschnitt in der Clubgeschichte ein. Die herkömmlichen Holzweidlinge hatten ausgedient und das Kunststoffzeitalter bescherte uns länger haltbare und weniger pflegebedürftige Schiffe. Die Kosten dieser Kunststoffschiffe waren sehr viel höher als die der alten Holzweidlinge. Ein Schiff kam auf Fr. 61600.-- zu stehen. Die drei Weidlinge, die wir im Frühjahr 1976 geliefert erhielten, wurden von der IG der Basler Sportverbände subventioniert.

1976

Seit dem 23. Januar werden auch weibliche Personen als Passivmitglieder in den Verein aufgenommen.

Am 9. April wurde die Anschaffung einer eigenen Lautsprecheranlage beschlossen.

Im Mai trafen die drei Kunststoffweidlinge der Firma Meier, Dintikon ein. Sie wurden am 8. Mai durch drei charmante Patinnen an einer schlichten Feier auf die Namen Birs, Birsig und Wiese getauft. Anschliessend wurden die Schiffe zur Jungfernfahrt dem Vater Rhein übergeben.

Vom 14.-31. August befanden sich einige Mitglieder auf einer Moselfahrt. Sie führte von Palzern bei Trier bis Koblenz am Rhein. Die Tagesetappen waren nicht zu lang, es blies aber immer ein starker Wind. Die Fahrt war für alle Teilnehmer ein herrliches Erlebnis.

Am 24. September beschloss man, einheitliche Trainer anzuschaffen. Die Trainer wurden als Preise an der Vereinsmeisterschaft abgegeben.

Der Verein erhielt im Dezember ein Legat von Fr. 500.-- von den Hinterbliebenen eines verstorbenen Ehrenmitglieds. Durch eine weitere Spende von Fr. 200.-- wurde der für die Jungfahrer bestimmte Betrag auf Fr 700.erhöht.

1977

Im April schaffte der Verein für die Fahrer weisse Leibchen mit kurzen Ärmeln und der waschbaren Aufschrift "Rheinclub Basel" an.

An der Jugendwanderfahrt des VBWV, die jährlich abgehalten wurde, gewannen unsere Jungfahrer den "Fährimann Wanderpreis" zum dritten Mal. Dieser Preis ging somit endgültig in den Besitz unserer Jungfahrer über.

Am 46. Ka-We am 27./26. August, das von unserem Verein organisiert wurde, nahmen 17 Vereine mit 163 Aktiv-, 31 Jungfahrer- und 38 Juniorensektionen teil. Eine Woche vor dem Fest wurde die Festhütte entlang der Kaserne aufgestellt. Alles war gut vorbereitet, doch das Wetter spielte nicht mit. Wegen Hochwasser musste die Fahrstrecke abgeändert werden. Das Fest ertrank trotz Festhütte buchstäblich im Wasser und die Kälte machte sich unangenehm bemerkbar. Die Vereinskasse musste ein erhebliches Defizit übernehmen. Unsere acht Sektionen klassierten sich an diesem Wettfahren im 10. Rang.

Ende der Saison wurde ein alter Holzweidling für Fr. 100.-- verkauft.

Da bald ein neues Langschiff angeschafft werden musste, holte sich der Verein Offerten ein. Ein Kunststofflangschiff mit einer langen Lebensdauer wurde für Fr. 30'230.-- angeboten. Ein Holzlangschiff mit einer Lebensdauer von 10-15 Jahren kostet Fr. 10'700.--. Die Beschlussfassung für eine Anschaffung wurde noch aufgeschoben.

Ein Podiumsgespräch über den Kasernenumbau brachte keine positiven Neuigkeiten.

Am 18. November erhielt unsere Lokalwirtin vom Klybeckkasino, Frau Talmann einen Blumenstrauss. Sie trat nach 38-jähriger Tätigkeit in den Ruhestand. Es waren nun 50 Jahre, dass das Klybeckkasino unser Vereinslokal war. Beim Wirtewechsel wurde das Lokal umgestaltet, und wir mussten ein anderes suchen.

1978

An der GV vom 27. Januar wurde das Sterbegeld erhöht. Aus Platzmangel musste man die Altpapiersammlung aufgeben, obwohl sie der Reisekasse in den letzten Jahren immerhin einige hundert Franken eingebracht hatte.

Der Beschluss, ein neues Langschiff zu bestellen, fiel am 7. April. Man bestellte ein Holzlangschiff bei Waldmeier in Mumpf. An der gleichen Sitzung ernannte man auch eine Fahnenkommission. Sie musste sich um eine neue Fahne kümmern, die am 100-jährigen Jubiläum eingeweiht werden soll.

Die Pfingstfahrt vom 13.-15. Mai führte von Schaffhausen nach Basel.

Das Restaurant Erasmus wurde zu unserem neuen Vereinslokal. Es befindet sich in der Nähe des Ankerplatzes und verfügt auch über einen passenden Saal. Wir erhielten die Erlaubnis, einen Fahnenkasten zu montieren.

Die Kosten unserer Clubzeitschrift "Dr Rhyclübler" wurden in letzter Zeit immer höher, so dass wir eine neue Lösung finden mussten. Ab Juni wurde das Organ im Offsetdruckverfahren hergestellt, das brachte wesentliche Einsparungen. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten konnte man sich über den neuen Rhyclübler freuen.

Der WFV Horburg organisierte das 15. eidgenössische Wettfahren am 24./25. Juni. Erstmals wurde diese Schweizermeisterschaft gemeinsam mit dem Satusverband ausgetragen. Es waren 28 Vereine am Start. Unser Verein stellte acht Sektionen und klassierte sich im 12. Rang.

Im Verlauf dieses Jahres fanden drei Sitzungen mit interessierten Kreisen zur Neugestaltung des Rheinweges statt. Unser Verein war immer anwesend und vertrat die Interessen der Wasserfahrer.

Am 9. September trugen unsere Fahrer im Bootshaus eine Tischtennismeisterschaft aus.

1979

Grosse Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. In seinem Jahresbericht, den der Präsident an der GV vom 19. Januar abgab, wies er auf die Anlässe hin, die unser Verein in naher Zukunft zu organisieren habe. Es sind dies: die Schlagrudermeisterschaften 1980, das 100-jährige Jubiläum 1983 und das kantonale Wettfahren 1984. Man beschloss deshalb in der nächsten Zeit alle zwei Monate eine Sitzung abzuhalten.

Eine Dreierkommission hatte die Aufgabe, einen Plan für das Jubiläum auszuarbeiten.

Das Geschehen rund um das Kasernenareal wurde immer aufmerksam verfolgt. Wir reichten der Kommission Pläne und Vorschläge ein. An einer Orientierungsversammlung über die Kaserneninitiative nahmen wir ebenfalls teil. In den nächsten drei Jahren ist aber in Sachen Kasernenumbau keine Änderung zu erwarten.

In dieser Saison behinderte der Bau des Zuleitungskanals zur ARA Basel unser Training beim Ankerplatz stark.

Ein Sattelschlepper brachte am 2. Juli das neue Langschiff zum Ankerplatz. Fr. 91032.-- mussten dafür bezahlt werden. Eine Sammlung brachte ca. Fr. 41000.-- ein. In kurzer Zeit erhielt das Schiff den Anstrich in den Vereinsfarben. Für die Farbe wurde Fr. 442.20 ausgegeben. Am 4. August taufte die Patin, Frau Maria Heid, das Schiff auf den Namen Klingental. Als Patengeschenk durfte der Verein eine neue Schweizerfahne entgegen nehmen, die das Heck des schönen Schiffes zieren sollte.

Vom 18.-25. August haben 16 Teilnehmer eine Fernfahrt auf dem Neckar von Stuttgart nach Koblenz durchgeführt.

Nach einer Fahrt mit Gästen vom Verkehrsverein und dem Baudepartement erhielten wir eine neue Standarte für das Langschiff.

Der Fahrchef organisierte am 20. Oktober eine Familienplauschfahrt per Velo. Es war ein riesen Spass. Der älteste Teilnehmer war 75 Jahre alt.

Die Allmendverwaltung wollte zwei Bojen verankern, die unsere Fahrer beim Training behindert hätten. An zwei Zusammenkünften konnte eine befriedigende Lösung gefunden werden.

1980

Am 20. März fand, wie auch Ende des letzen Jahres, wieder eine Gesprächsrunde über die Feier anlässlich des 100-jährigen Jubiläums statt. Man beschloss, zu dieser Feier ein Wettfahren zu organisieren.

Mit zwei Weidlingen fuhren die Pfingstfahrer am 24.-26. Mai von Luzern nach Basel.

Der AWS Birsfelden organisierte am 28./29. Juni das 17. eidgenössische Wettfahren. Unser Verein beteiligte sich mit 9 Sektionen und wurde im 21. Rang kassiert.

Bei uns fanden am 30. August die Basler Meisterschaften statt. Es klappte alles tadellos, und der Wettkampf konnte bei schönstem Wetter abgehalten werden.

An zwei Sitzungen der Arbeitsgruppe "Rhywäg - My Wäg" legten unsere Vertreter die Wünsche des Vereins zur Gestaltung des Rheinweges dar.

Im Verlauf der Saison wurde für Fr. 5'000.-- Fahrgeschirr angeschafft. Ein Schlagruder für das Langschiff kostete Fr. 210.--, das für einen Weidling Fr. 165.--. Auch Steuerruder, Vorderruder und Stachel waren sehr teuer. Die Baselstädtische Turn- und Sportkommission hat diese Anschaffungen subventioniert.

1981

Die Pfingstfahrt führte vom 6.-8. Juni dieses Jahr wiederum von Luzern nach Basel.

Die Leitung des OK, das im Auftrag des Verkehrsvereins die 1. August- Feier am Rhein durchfuhrt, ging an ein Mitglied unseres Vereins über.

Am 16. Juni nahmen die Ehrenmitglieder an einem Ausflug teil.

Ein Morgenessen für Mitglieder und Freunde wurde mit grossem Erfolg im Bootshaus organisiert. Wegen schlechtem Wetter konnten die Anwesenden nicht zu der anschliessend vorgesehenen Langschiffahrt starten.

Im Bootshaus wurden zwei Douchen installiert. Die Arbeiten führten zum grössten Teil Vereinsmitglieder aus. Trotzdem kam die Anlage auf Fr. 24'000.-- zu stehen. Wir erhielten dafür von der IG der Basler Sportverbände Subventionen.

Auf einem Schiff der Basler Flotte nahmen ca. 80 Mitglieder und Freunde am 13. Dezember das Morgenessen ein und erlebten eine genüssliche Fahrt auf dem Rhein.

In diesem Jahr wurde die Sterbekasse 40 Jahre alt. In dieser Zeit konnten Fr. 3'800.-- an Hinterbliebene ausgezahlt werden; dies bei einem Jahresbeitrag von anfänglich Fr. 1.-- und jetzt Fr. 2.--.

1982

Der bereits zur Tradition gewordene Ehrenmitgliederausflug, verbunden mit einer Langschiffausfahrt, fand am 15. Mai statt.

17 Mitglieder nahmen bei schönem Wetter vom 29.-31. Mai an der Pfingstfahrt teil. Sie führte von Biel nach Basel. Die Jungfahrer verbrachten die Pfingsttage in einem Lager in Summiswald. Dabei unternahmen sie eine Fahrt mit Gummibooten auf der Emme.

Im Herbst konnte mit der Jugendriege unter kundiger Leitung das Feuerlöschboot besichtigt werden.

Die Junioren und Jungfahrer waren auch in der Winterpause sehr aktiv. Sie besuchten regelmässig ein Krafttraining. Im Dezember und Januar beteiligten sie sich an einem Tanzkurs, der speziell für sie durchgeführt wurde.

Nachdem am 10. April 1981 bereits ein OK aus 15 Personen für das 100-jährige Jubiläum gewählt wurde, fanden viele Sitzungen statt. Das Komitee wurde laufend ergänzt und bestand Ende 1982 aus 22 Personen.

Das letzte Jahrzehnt brachte dem Club recht stabile Verhältnisse. Der Präsident und der Vizepräsident sind seit dem 21.1.72 ununterbrochen im Amt. Auch die Posten des Sekretärs und des Kassiers wurden in dieser Zeit durch nur je zwei Mitglieder verwaltet. Wiederum konnte die Mitgliederzahl erhöht werden. Waren 1973 noch 178 Mitglieder und 1976 gar nur 155 zu verzeihen, so stieg diese Zahl bis 1982 auf 235 an. Die Tatsache, dass seit 1976 auch Frauen die Mitgliedschaft erwerben können, ist sicher ein Grund für den raschen Anstieg. Auch eine gezielte Jungfahrerwerbeaktion im Jahr 1980 hatte Erfolg. Die Mitgliederliste wies Ende 1982 folgende Zahlen auf: 5 Vereine, 22 Ehren-, 36 Frei-, 6 Senioren-, 20 Aktiv-, 21 Jungfahrer- und Junioren- und 125 Passivmitglieder.

Das Problem des Kasernenumbaus war immer noch nicht vom Tisch gewischt. Doch stand man diesem Problem nicht mehr so sorgenvoll wie früher gegenüber.

Auch in diesen zehn Jahren besuchten unsere Fahrer viele Wettkämpfe, eidgenössische und kantonale Wettfahren, aber auch Wettfahren bei Verbands- oder Satusvereinen.

Während 50 Jahren war das Klybeckkasino unser Vereinslokal. Wegen Wirtewechsel und einem anschliessenden Umbau musste das Lokal 1978 aufgegeben werden. Ein neues Lokal wurde im Restaurant Erasmus, in der Nähe der Bootshäuser, gefunden.

Verschiedentlich wurden in den vergangenen Jahren die Frauen und Bräute der Aktiven zu einem Kaffeeplausch in die Klause eingeladen. Auch die jährlichen Familienausflüge und der Herrenbummel im Herbst wurden regelmässig besucht. Noch wurden einige Waldweihnachten durchgeführt. Aber diese Feiern konnten die früheren Familienweihnachtsfeiern nicht ersetzen

1973-1977 stand uns eine Schwimmhalle zum Wintertraining zur Verfügung. Oft besuchten unsere Mitglieder auch das Handballturnier der Wasserfahrer.

1980 und 1982 stellte unser Verein dem Wilden Mann das Langschiff zu seiner Rhy-ab-Fahrt zur Verfügung.

Viel Arbeit brachten uns jeweils die 1. August-Feiern am Rhein. Die Art der Durchführung hat sich aber bewährt und wird uns hoffentlich noch lange erhalten bleiben.

Jedes Jahr fand eine Vereinsmeisterschaft statt, die mit einem Endfahren zum Saisonabschluss beendet wurde.