Wien, Schnitzel & Abschiedstränen, Tag 8
Fernfahrt 2025 REISEBERICHT
Samstag, 30. August 2025
Route: Wien - Stadtbesichtigung - Salzburg
Zeit: 07:30 - 00:30 / 02:00
Wetter: sonnig, bewölkt mit angenehmen Temperaturen 16 - 25°C
Verfasser: Roger W.
Gestern sind wir also in Wien eingelaufen – oder besser gesagt hineingeschippert. Beeindruckend, wie die Donau unermüdlich ihr Wasser Richtung Schwarzes Meer schiebt. Und überall am Ufer diese Markierungen: „Noch so und soviel Kilometer bis zum Schwarzen Meer“. Da merkst du, wie winzig du im Vergleich zur Natur bist. Noch krasser waren die Hochwassermarken in den Städten – die Natur hat Power, das siehst du sofort.
Und Kirchen! Wirklich, hinter jeder Ecke eine neue. Normalerweise würden wir sagen: „Die spinnen, die Römer!“ – diesmal aber haben wohl die Donnau ansässigen die Kirchenglocke ein bisschen zu oft geläutet.
Unser Motto: Schlucken, nicht beissen.
Das gilt nicht nur für den Schnaps, sondern auch für die Eindrücke.
Nach einer Nacht im Motel – wo unser jüngstes Crewmitglied die Bettenordnung etwas kreativ interpretiert hat (wir hätten locker ein Doppelzimmer sparen können) – standen wir also auf sicherem Land. Zwei oder vier trauernde Augen im Hafen, man weiss es nicht so genau, aber sicher ist: Schlaf war Mangelware.
Dann Startschuss! Jeder konnte losziehen: Oper, Museum oder Shoppingtour. Ich berichte von der Elite-Einheit, dem Spitzenteam: Wir sind natürlich früh los, gestärkt mit einem Kaffeehaus-Frühstück, um gleich bei Sissi und Franzl im Schloss Schönbrunn vorbeizuschauen. Dani hat direkt am Boden eine Eintrittskarte für zwei gefunden – Jackpot! So kamen wir in den Genuss der „kleinen, sehr dezenten“ Gemächer. Dezent? Naja, das war Gigantismus pur – Wahnsinn, was die damals auf die Beine gestellt haben.
Die Gärten waren endlos – wir hätten uns besser ein Taxi genommen, so gross war das Areal. Da wirkt selbst das Joggeli plötzlich wie ein Vorgarten.
Danach, mit Kilometern in den Beinen, gings zum Wiener Prater. Und ja, der Prater hat Charme, aber eher so in die Jahre gekommen. Kein Vergleich zum Europapark. Empfehlung: Kann man machen, muss man aber nicht.
Dann wieder rein in die Stadt, ein bisschen Shopping und zum Schluss: Sachertorte für Zuhause. Schokolade als Souvenir – da freut sich jeder!
Um 16:30 Uhr Abfahrt Richtung Salzburg. Genau in dem Moment fing es an zu regnen. Wien weinte, weil wir gingen – oder waren es die Tränen der Mädels wegen des jüngsten Crewmitglieds? Man weiss es nicht…
Kurz nach Abfahrt sind einige schon weggenickt, 19:56 Uhr Ankunft in Salzburg. Und um kurz nach neun sass die Truppe schon im Restaurant Meissl & Schadn – Original Wiener Schnitzel für fast alle! Damit war der Abend in Salzburg eröffnet.
Der Rest der Nacht? Tja, der bleibt ein Geheimnis.